Der Rhein
Seit 1965 sind wir Mitpächter am Oberrhein zwischen Basel und Rheinweiler. Insesamt auf einer Strecke von 16,9 km.
Der industrielle Aufschwung brachte starke Belastungen des Rheins mit giftigem und übel riechendem Abwässern mit sich.
Die Wasserverhältnisse des Rheins besserten sich mit den Jahren zunehmend - durch die Inbetriebnahme von Kläranlagen in der Schweiz, im benachbarten Elsaß
und Bändlegrund für den Bereich Weil - Lörrach. Durch die Signalwirkung des Sandoz- Unglücks im Jahre 1986 gab es einen weiteren Schub für die Zukunft im verstärkten Schutz
unserer Gewässer vor allem der Lebensader Rhein. Seit 2014 sind wir zusammen mit 7 weiteren Vereinen der Interessengemeinschaft Altrhein (IGAR) angeschlossen. Mit der Pachtübernahme der gesamten Altrheinstrecke per 1. Januar 2014 von Märkt bis Breisach (ohne die Strecke Neuenburg, altes Fischereirecht) durch die IGAR als Pachtgemeinschaft aller besheriger Altrheinpächter sollen die fischereilichen und gewässerökologischen Belange des Altrheins noch deutlich besser und vor allem effizienter vorangebracht werden. Damit wird für uns bisherigen Pächter eine Arbeitsentlastung folgen. Daneben hat eine "große" Pachtgemeinschaft in der IGAR, die mit "einer Zunge" die fischereilichen Interessen vertritt, bei der Verfolgung und Durchsetzung unserer Anliegen und Forderungen deutlich mehr Einfluss und Gewicht. Im Vordergrund der IGAR-Tätigkeiten stehen dabei der Aufbau und die Sicherung eines dem Gewässer angepassten Fischerbestands. Nach einhelliger Meinung aller Pächter - bestätigt durch die Fangstatistiken und behördliche Befischungen - sind die Bestände vor allem der strömungsliebenden, Altrhein-typischen Arten wie Äsche und Forelle, aber auch anderer Arten, "erschreckend" niedrig. Hier will die IGAR-Pachtgemeinschaft sofort und mit erheblichen Mitteln Bestandaufbau leisten. Bestandssicherung wird ebenfalls im Vordergrund stehen. Dazu sollen weitere gewässerökologische Maßnahmen wie Schaffung von Laichplätzen und Verbesserung des Anschlusses von Nebengewässern vorangebracht werden. Daß diese beiden maßgeblichen Ziele, aber auch die anderen, in der Satzung der IGAR genannten Aufgaben in einer "großen" Pachtgemeinschaft schneller und effizenter erreicht werden können, liegt auf der Hand.