Die Geschichte unseres Vereins
Seit 1954 mit dem Rhein verbunden
Im Jahr 1954 gründeten Angelfischer aus Weil am Rhein und der näheren Umgebung unseren Verein mit dem Ziel, die Angelfischerei am Rhein und an weiteren Gewässern gemeinsam auszuüben und zu fördern.
Die Anfänge waren alles andere als einfach. Fischereirechte am Rhein waren damals nur schwer zu erhalten und standen neben der Berufsfischerei nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Unterstützung erhielten die Vereinsgründer von Angelfreunden aus dem Elsass. Aus diesen frühen Kontakten entstanden Freundschaften, die bis heute bestehen und auch die Verbindung zu Angelfreunden in der Nordwestschweiz prägen.
Seit 1965 ist unser Verein eng mit einem rund 16,9 Kilometer langen Rheinabschnitt zwischen Basel und Rheinweiler verbunden, den der Verein über viele Jahrzehnte als Pächter bewirtschaftete. Damit übernahm der Verein früh Verantwortung für den Fluss, seine Fischbestände und seine wertvollen Lebensräume.
Gemeinsam in der IGAR
Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte im Jahr 2014 mit dem Beitritt unseres Vereins zur Interessengemeinschaft Altrhein e.V. (IGAR).
Heute ist die IGAR Pächterin einer rund 33 Kilometer langen Altrheinstrecke zwischen Basel und Breisach, wobei die Strecke bei Neuenburg ausgenommen ist. Gemeinsam mit den weiteren Mitgliedsvereinen wirken wir innerhalb dieser Pachtgemeinschaft an der Bewirtschaftung und Entwicklung der Altrheingewässer mit.
Durch diese vereinsübergreifende Zusammenarbeit können fischereiliche Interessen gebündelt, Maßnahmen abgestimmt und Projekte zum Schutz der Gewässer und ihrer Fischbestände gemeinsam umgesetzt werden.
Vom belasteten Fluss zum wertvollen Lebensraum
Die industrielle Entwicklung brachte für den Rhein über viele Jahre erhebliche Belastungen mit sich. Verschmutzte Abwässer beeinträchtigten die Wasserqualität, und selbst der Verzehr gefangener Fische war nicht immer selbstverständlich.
In dieser Zeit pachteten unsere Mitglieder einen rund ¾ Hektar großen Baggersee in Efringen-Kirchen, an dem sich bis heute unser Vereinsheim befindet. Dieser Weiher entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Mittelpunkt unseres Vereinslebens.
Mit dem Ausbau moderner Kläranlagen in der Schweiz, im Elsass und in der Region begann sich der Zustand des Rheins allmählich zu verbessern. Einen bedeutenden Wendepunkt stellte das Sandoz-Unglück von 1986 dar. Die Auswirkungen dieses Ereignisses machten deutlich, wie wichtig ein konsequenter Gewässerschutz ist, und führten zu einem stärkeren Bewusstsein für den Erhalt unserer Flüsse und ihrer Lebensräume.
Heute zeigt der Rhein eindrucksvoll, was durch langfristigen Umwelt- und Gewässerschutz erreicht werden kann. Gleichzeitig bleibt sein Schutz auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe.
Unsere Verantwortung heute
Unser Ziel ist eine naturschutzgerechte und nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer, für die wir Verantwortung tragen. Wir möchten die Artenvielfalt erhalten, Lebensräume verbessern und dazu beitragen, dass der Rhein und seine angrenzenden Gewässer langfristig wertvolle Lebensräume für Mensch und Tier bleiben.
Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Vermittlung von Wissen über die Entwicklung des Rheins und seiner Natur. Mit unserem Fischerei- und Naturlehrpfad „Der Rhein im Wandel der Zeit“ möchten wir Besuchern die Geschichte des Flusses, seine Tier- und Pflanzenwelt sowie die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit unseren Gewässern näherbringen.
Unsere Jugend – die Zukunft des Vereins
Ein besonderer Stellenwert kommt unserer Jugendarbeit zu. Bei Workshops, Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten lernen unsere Nachwuchsangler nicht nur die Grundlagen des Angelns kennen. Sie erfahren auch, wie vielfältig unsere heimische Natur ist und welche Verantwortung wir für Fische, Gewässer und ihre Lebensräume tragen.
Dabei stehen Gemeinschaft, Naturerlebnis und der respektvolle Umgang mit unserer Umwelt ebenso im Mittelpunkt wie das Angeln selbst.
Denn für uns bedeutet Angeln weit mehr als nur das Fangen von Fischen: Es bedeutet Natur erleben, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft leben.